Porträt Richard Anders

Richard Anders wird weithin als bedeutendster Vertreter des deutschen literarischen Surrealismus angesehen. "Er war einer der letzten Lebenden, die mit dem Segen André Bretons der legendären Pariser Gruppe der Surrealisten angehörten. Doch lebte sein vielfältiges lyrisches, erzählendes und essayistisches Werk von geistigen Kontakten, die weit über surrealistische Kreise hinausgingen." (Birgit Zotz auf kairos.lu)

25.6.2005

Kurzbiographie

geboren am 25. April 1928 in Ortelsburg/ Ostpreußen

seit 1945 Beschäftigung mit dem Surrealismus

1953-59 Studium Germanistik und Geographie in Hamburg und Münster

1959 Staatsexamen über die frühen Dramen H.H. Jahnns

1962-64 Lektor für Deutsche Sprache an der Universität Zagreb (Jugoslawien), Kontakt mit dem Schriftsteller Radovan Ivsic, der ihn mit André Breton bekannt macht

1965-68 Archivlektor beim „Spiegel“ in Hamburg

1969 Gedichtband „Die Entkleidung des Meeres“

seit 1970 wohnhaft in Westberlin 

seit 1971 freier Autor und Übersetzer (Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen, u.a. Ted Joans, Michael Hamburger)

1981 Roman „Ein Lieblingssohn“

1994 „Schattenmundreden“ Texte 1958-1966, „Das entzweite Gesicht“ Gedichte 1949-1974

1998 Wolfgang-Kreppen-Preis

2007 F.-C.-Weißkopf-Preis der Akademie der Künste Berlin

2008 „EROSion des Ich“ Automatische Texte aus 60 Jahren. Zur Theorie des Surrealismus

gestorben am 24.6.2012 in Berlin

©Matthias Zarbock. Alle Rechte vorbehalten.

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