Porträt Rudolf Wittkopf

Rudolf Wittkopf wird häufig auf seine Rolle als bedeutender Übersetzer lateinamerikanischer Literatur reduziert. In seiner Dankrede für den Voß-Preis 1987 hat er seinen spannungsreichen, schriftstellerischen Ansatz beschrieben: "Nicht als sekundäres Schaffen ist das Übersetzen zu verstehen, sondern als ein konkurrierendes Schaffen: Die Arbeit des Übersetzers tritt mit der des Schriftstellers implizite in Konkurrenz."

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Kurzbiographie

geboren am 5. August 1933 in Hamburg 

nach dem Abitur in Heidelberg Schauspiel-Ausbildung

1952 Bekanntschaft mit Lothar Klünner, Johannes Hübner, Joachim Uhlmann

mehrere Aufenthalte in Paris, wo er René Char und Paul Celan kennen lernt

1952-55 gründet den Verlag „Profile“, Herausgeber der Zeitschrift „Profile. Bühne der jungen Dichtung“ und mehrerer Lyrikbände

1958-1960 Verlagsassistent beim Limes Verlag in Wiesbaden

Herausgeber der Zeitschrift „Profile. Schriftenreihe für Poesie, Malerei und Musik“ beim Limes Verlag

siedelt mit seiner späteren Frau Mirjam nach Spanien über, lebt lange Zeit in Fornells auf Menorca und in Barcelona, arbeitet als freier Übersetzer, u.a. Ginsberg, Apollinaire, Aragon, Breton, Leiris, Cortázar, Paz, Salinas, Lorca 

seit 1984 wohnhaft in Straelen, Sitz des Europäischen Übersetzerkollegiums

1986 Deutsch-spanischer Übersetzerpreis des spanischen Kulturministeriums

1987 Voss-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

gestorben am 25. September 1997 in Straelen

1999 postum wird ihm der Übersetzerpreis der Spanischen Botschaft verliehen

©Matthias Zarbock. Alle Rechte vorbehalten.

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